Das Ehlers-Danlos-Syndrom (EDS) in der Neuro Praxis Düsseldorf

EDS: Neurologische Expertise und interdisziplinäre Betreuung

Das Ehlers-Danlos-Syndrom (EDS) bezeichnet eine Gruppe seltener, meist erblich bedingter Erkrankungen des Bindegewebes. Je nach Unterform können unter anderem eine übermäßige Beweglichkeit der Gelenke, eine erhöhte Verletzlichkeit des Gewebes und Veränderungen der Haut auftreten.

Eine besondere Rolle spielt das hypermobile Ehlers-Danlos-Syndrom (hEDS). Bei betroffenen Patientinnen und Patienten können neben Beschwerden des Bewegungsapparates auch Symptome auftreten, die das Nervensystem und insbesondere die Regulation des autonomen Nervensystems betreffen.

Welche neurologischen Beschwerden können bei EDS auftreten?

Das Beschwerdebild ist individuell sehr unterschiedlich. Mögliche neurologische oder neurovegetative Symptome sind beispielsweise:

  • Schwindel und Kreislaufbeschwerden beim Aufstehen
  • Herzrasen und ausgeprägte orthostatische Beschwerden
  • Synkopen oder Präsynkopen
  • verminderte körperliche Belastbarkeit
  • ausgeprägte Erschöpfung
  • Störungen der Temperaturregulation und des Schwitzens
  • Missempfindungen, Brennen oder neuropathische Schmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen

Insbesondere eine orthostatische Intoleranz beziehungsweise ein posturales orthostatisches Tachykardiesyndrom (POTS) kann im Zusammenhang mit einer ausgeprägten Hypermobilität oder einem Ehlers-Danlos-Syndrom auftreten.

Auch eine Beteiligung der kleinen Nervenfasern im Sinne einer Small-Fiber-Neuropathie kann bei entsprechender Symptomatik differenzialdiagnostisch von Bedeutung sein.

Wie untersuchen wir Patientinnen und Patienten mit EDS?

Unser Schwerpunkt liegt nicht auf der alleinigen Feststellung eines Ehlers-Danlos-Syndroms, sondern auf der sorgfältigen neurologischen Einordnung der damit möglicherweise verbundenen Beschwerden.

Welche Untersuchungen sinnvoll sind, richtet sich daher immer nach der individuellen Symptomatik und den bereits vorhandenen Befunden.

Bei Hinweisen auf eine Störung des autonomen Nervensystems kann beispielsweise eine differenzierte autonome Funktionsdiagnostik einschließlich Kreislauf- und Kipptischuntersuchungen sinnvoll sein. Bei Beschwerden, die auf eine Beteiligung kleiner Nervenfasern hindeuten, können ergänzende Verfahren der Small-Fiber-Diagnostik in Betracht kommen.

Unser Ziel ist es, nicht allein von einer bestehenden Diagnose auf die Ursache sämtlicher Beschwerden zu schließen. Gerade bei komplexen Krankheitsbildern ist es wichtig zu prüfen, welche Symptome sich objektivieren lassen, welche neurologischen Funktionssysteme betroffen sind und ob möglicherweise zusätzliche oder alternative Ursachen vorliegen.

Diagnostiziert die Neuro Praxis Düsseldorf das Ehlers-Danlos-Syndrom selbst?

Unser Schwerpunkt liegt auf der neurologischen und insbesondere neurovegetativen Diagnostik. Bei Fragestellungen, die eine zusätzliche humangenetische, rheumatologische oder orthopädische Beurteilung erfordern, arbeiten wir bei Bedarf eng mit spezialisierten Kolleginnen und Kollegen dieser Fachrichtungen zusammen.

Wenn bei Ihnen bereits ein Ehlers-Danlos-Syndrom diagnostiziert wurde oder eine ausgeprägte Hypermobilität besteht und zusätzlich neurologische beziehungsweise autonome Beschwerden vorliegen, untersuchen wir, ob und in welchem Umfang das Nervensystem an Ihrer Symptomatik beteiligt ist.

Auch bei diesen komplexen Fragestellungen legen wir Wert auf eine umfassende Erstanamnese, die Sichtung vorhandener Vorbefunde und eine darauf individuell abgestimmte Diagnostik.