ME/CFS – Fokus auf behandelbare Differentialdiagnosen

ME/CFS – Fokus auf behandelbare Differentialdiagnosen

Unser Ansatz

Viele Patientinnen und Patienten wenden sich an uns mit der Frage, ob sie an einer Myalgischen Enzephalomyelitis / einem Chronischen Fatigue-Syndrom (ME/CFS) leiden.

Unser Ziel ist dabei nicht in erster Linie, die Diagnose ME/CFS zu bestätigen oder auszuschließen. Vielmehr möchten wir systematisch diejenigen behandelbaren neurologischen Differentialdiagnosen identifizieren, die die Beschwerden verursachen oder wesentlich mitverursachen können.

Dieser Ansatz unterscheidet sich bewusst von einer reinen Diagnosesicherung.

Warum eine umfassende Diagnostik?

Chronische Erschöpfung, Belastungsintoleranz, Schwindel, Konzentrationsstörungen oder Schmerzen können viele verschiedene Ursachen haben. Nicht selten liegen zusätzlich Erkrankungen vor, die diagnostiziert und teilweise gezielt behandelt werden können.

Hierzu gehören unter anderem:

  • Erkrankungen des autonomen Nervensystems (z. B. POTS oder andere autonome Neuropathien)
  • Small-Fiber-Neuropathien
  • Polyneuropathien
  • neurologisch bedingte Schlafstörungen
  • neuromuskuläre Erkrankungen
  • weitere neurologische Erkrankungen, die ähnliche Beschwerden verursachen können

Gerade bei Patientinnen und Patienten mit einer vermuteten ME/CFS-Erkrankung finden sich nicht selten zusätzliche neurologische Befunde, die therapeutische Konsequenzen haben können.

Unser diagnostischer Anspruch

Wir verzichten bewusst darauf, die Diagnostik auf das absolut Notwendige zu beschränken.

Nach unserer Erfahrung bleiben bei einer eingeschränkten Untersuchung häufig wichtige medizinische Fragen unbeantwortet. Dadurch besteht das Risiko, dass behandelbare Erkrankungen übersehen werden.

Unser Anspruch besteht deshalb darin, eine möglichst vollständige neurologische Abklärung durchzuführen, um keine therapeutisch relevanten Befunde zu übersehen.